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Studie, 402 Seiten, Oktober 2003
Die Weltwirtschaft befindet sich im Umbruch. Wachstumsschwäche und zunehmender
Standortwettbewerb mit den asiatischen Schwellenländern kennzeichnen die
Herausforderungen, denen sich die etablierten Industriestaaten in den nächsten Dekaden zu stellen
haben.
In nahezu allen Industriestaaten
- zeigen wichtige Märkte Anzeichen von Sättigung und Wachstumsschwäche,
- tendieren die Wachstumsraten der gesamtwirtschaftlichen Wirtschaftsleistung gegen Null,
- steigt die Arbeitslosigkeit weiter an,
- erreichen die Staatsdefizite exorbitante Ausmaße, ebenso wie die Handelsbilanzdefizite
der leading economies,
- Arbeitslosigkeit und Demographieentwicklung führen in der Euro-Zone und
Japan zum Kollaps der Sozialsysteme.
Allenthalben macht sich Verunsicherung breit, insbesondere
in Europa. Dies trifft vor allem die deutsche Wohlstandsgesellschaft hart, die
sich doch bis dahin „im Ozean der weltwirtschaftlichen Stürme“ als Insel des
Wohlstands und des sozialen Friedens gesehen hat. Inzwischen ist Deutschland bei
wesentlichen Wirtschaftsindikatoren Schlusslicht in Europa, nicht vom Niveau her gesehen, aber von der Dynamik.
Im Gegensatz dazu schreitet die wirtschaftliche Entwicklung in wichtigen Schwellenländern, wie z.B. China oder Indien, mit Rasanz fort.
Drastische Lohnkostenvorteile und eine nahezu nicht vorhandene Regelungsdichte führen
zu einem bis dato in dieser Schärfe nicht gekannten Standort- und Verdrängungswettbewerb
um Beschäftigung und Arbeitsplätze mit den Industriestaaten.
Daraus leitet sich für strategisch aufgestellte Unter- nehmen die Frage nach
den Wachstumsmöglichkeiten der Zukunft ab. In der vorliegenden IWK-Studie werden
dazu zwei zentrale Fragen beantwortet werden:
1. Wohin treibt die Welt in den nächsten 15-20 Jahren, d.h. welcher weltwirtschaftliche Strukturwandel muss
langfristigen Planungen unterlegt werden?
2. Welche Wachstumschancen – sektoral, regional, innovativ –
lassen sich aus dem erwarteten Strukturwandel ableiten?
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