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Auf Crashkurs

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Auf Crashkurs

 [Juli 2005]

"Auf Crashkurs.
Automobilindustrie in Verdrängungswettbewerb"

Gebundene Ausgabe - 267 Seiten - Springer, Berlin
Erscheinungsdatum: Juli 2005
ISBN: 354025823X

Autor:
 Dr. Helmut Becker


Mitarbeit IWK-Team:

Dipl.-Volkswirt Juri Dutka,
Dipl.-Volkswirt Niels Straub

Über das Buch:
 

Massive Rabattaktionen in sämtlichen Marktsegmenten, Produktionskürzungen mit spektakulären Entlassungsaktionen und Werkschließungen sowie ein unaufhaltsamer Strom von Arbeitsplatzverlagerungen in Niedriglohn-Länder im Osten und nach China kennzeichnen gegenwärtig das Bild in der Weltautomobilindustrie. Besonders betroffen sind die deutschen Automobil-hersteller und vor allem deren Zulieferer, die einem erdrückenden Kostenwettbewerb ausgesetzt sind. Bislang vom Wachstum verwöhnt, trifft diese Art von Verdrängungswettbewerb die Branche völlig neu und daher auch besonders schmerzlich. Konfusion und Verunsicherung machen sich breit bei allen Beteiligten der Industrie wie in der Wirtschaftspolitik, die um den Wohlstand und die Beschäftigung am Produktionsstandort Deutschland fürchtet.

Kann die Branche in Zukunft mit Rückkehr zur „Normalität“ und damit Entlastung im Konkurrenzkampf rechnen? Oder wird der Wettbewerb noch erheblich schärfer werden? Und welche Konsequenzen hat das für den Automobilstandort Deutschland? Wie viele Arbeitsplätze gehen in den nächsten Jahren noch verloren? Und wie ist die Überlebensfähigkeit der elf größten Automobilkonzerne der Welt bis 2015 einzuschätzen? Wer bleibt übrig in diesem mörderischen Verdrängungswettbewerb?

Das vorliegende Buch mit dem provokantprognostizierenden Titel Auf Crashkurs gibt dazu klare und eindeutige Antworten. Erstmals behandelt ein Buch über die Automobilindustrie eine Sichtweise, die sich nicht entweder nur auf die Angebotsseite oder nur auf die Nachfrageseite konzentriert, sondern die aus globaler Sicht beide Enden zusammenbringt. Der Autor Helmut Becker, langjähriger Chefvolkswirt eines deutschen Automobilkonzerns, ist ein intimer Kenner und ausgewiesener Stratege der Branche. In einer fundierten Analyse geht er den Ursachen der gegenwärtigen Krise auf den Grund und zeichnet auf, wie sich die Mega-Trends auf dem Weltautomobilmarkt bis 2015 weiter entwickeln werden. Dabei gibt er seine Einschätzung ab, wer von den heutigen elf größten Automobilherstellern bis 2015 die besten „Chancen" hat, den kommenden „cutthroat“ - Ausleseprozess zu überstehen. Der Zuliefererindustrie empfiehlt Becker handfeste Strategien, um wettbewerbsfähig zu bleiben. In einem Ausblick auf die wirtschaftspolitische Entwicklung bewertet der Branchenexperte, welche Chancen der Automobilstandort Deutschland kurz- und langfristig im globalen Standortwettbewerb noch hat.

Mit diesem Buch legt Becker den Finger in die Wunde: „Auch wenn manche Wahrheiten für die deutsche Automobilindustrie und die deutsche Wirtschaftspolitik unbequem sind“, meint Becker und zitiert dann Albert Einstein: „Wichtig ist, dass man nicht aufhört zu fragen.“
 

Geschrieben für:

  • Praktiker in der Automobil- und Zuliefererindustrie,
  • Kapitalanleger/Investment Banker,
  • Berater,
  • Politik,
  • Verbände

Bibliographie:

Helmut Becker
Auf Crashkurs
Automobilindustrie im globalen Verdrängungswettbewerb
Springer 2005,  267 Seiten; 86 Abb. und 29 Tabellen
Preis geb.: € 69,95 (inkl. 7 % MwSt in D); sFr 115,50
ISBN 3-540-25823-x


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Erste Stimmen zum Buch:

 
Dr. Kurt Demmer,
Chefvolkswirt der Industriekreditbank (IHK), Düsseldorf, 31.08.2005:

„Dieses Buch ist sehr lesenswert. Zum einen weil die Wettbewerbssituation der Automobilindustrie erstmals aus globaler Sicht und nicht aus Sicht eines einzelnen Landes oder einzelnen Unternehmens dargestellt wird. Zum anderen unternimmt es erstmals den Versuch, die Zukunftschancen der einzelnen Hersteller im Quervergleich zu raten. Schließlich wurde es von einem" Ökonomen der alten Schule", der den Siegeszug der Branche ebenso wie den aufziehenden Verdrängungswettbewerb in den letzen drei Jahrzehnten als Insider hautnah miterlebt hat, verfasst. Das Buch bietet in verständlicher Sprache wertvolle Informationen in unterhaltsamer Form, ist dabei aber klar in der Aussage ein Bezug auf die harten Konsequenzen des globalen Wettbewerbs auf die Automobilhersteller und auch auf die Zulieferindustrie. Für alle, die in der Finanzindustrie im Risiko- und Asset-Management tätig sind, kann die Lektüre nur empfohlen werden".
 

Prof. Dr.-Ing. Henning Wallentowitz,
IKA - Institut für Kraftfahrwesen RWTH Aachen, 28.06.2005:

„Aus unserer Sicht bietet das Buch eine sehr interessante Bestandsaufnahme derzeitiger und zukünftig zu erwartender Entwicklungen der Wettbewerbssituation in der Weltautomobilindustrie. Insbesondere wird deutlich, dass nur über technische Innovationen und die Weiterentwicklung des Produktes „Automobil" die westlichen Absatzmärkte wieder auf Wachstumskurs gebracht werden können. Für die einzelnen Hersteller sind somit auch in Zukunft Innovationen zur Sicherung und zum Ausbau der bestehenden Marktposition im sich stetig verschärfenden Verdrängungswettbewerb der Automobilindustrie unerlässlich."
 

Dr. Adolf Ahnefeld
Leiter Konzernentwicklung Robert Bosch GmbH, Stuttgart,5.07.2005:

„Ein äußerst lesenswertes Buch, für alle, die sich für die Zukunft der Welt-Automobilindustrie - Hersteller, Zulieferer, Handel, Service etc. - interessieren. Vor allem auch deshalb lesenswert, weil es erstmals die Entwicklung der Branche aus globaler Sicht analysiert und eine ungeschminkte aber realistische Prognose über die Folgen der kommenden Wettbewerbsverschärfung unter den verbliebenen 12 Herstellern gibt....Für Bosch ist besonders wichtig, dass eine Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit am Standort Deutschland ein nachhaltiges Umdenken aller Beteiligten erfordert. Der Wettbewerb mit Niedrigkostenländern lässt keine andere Wahl!" 

Rezensent aus Stuttgart, Deutschland
Faktenreiche und spannend geschriebene Analyse der Branche,
2. 08. 2005:

Die Automobilindustrie ist eine Schlüsselbranche für die deutsche Volkswirtschaft und die gesamte Weltwirtschaft. Der Umbruch, der in dieser Industrie momentan stattfindet (Überkapazitäten, Modelloffensiven, Arbeitsplatzverlagerungen, sinkende Gewinne) wird in diesem Buch mit viel Detailkenntnis beschrieben. Die deutschen Hersteller haben ihre Spitzenposition an die Japaner verloren, der Verdrängungswettbewerb nimmt weiter zu und einige Hersteller werden diesen Konkurrenzkampf, in dem die Anbieter mit immer höheren Rabatten versuchen ihre Verkaufszahlen in die Höhe zu treiben, nicht überleben. In einer ausführlichen Analyse bewertet das Buch die Zukunftsfähigkeit der größten Autobauer (Survival-Index). Außerdem werden Strategien und Handlungsmuster aufgezeigt, mit denen Zulieferer dem zunehmenden Wettbewerbsdruck standhalten können. Verlagerungen ins Ausland sind dabei nur ein Punkt, aber auch am Standort Deutschland gibt es lukrative Nischen, wie an verschiedenen Beispielen gezeigt wird.

Insgesamt zeigt der Autor, der selber jahrelang in der Chefetage eines Autobauers saß, sehr fundierte Betrachtungen des gegenwärtigen Zustands der gesamten Automobilindustrie. Trotz vieler Fakten lässt sich das Buch gut lesen, vor allem auch durch die intimen Einblicke in die Branche und die vielen anschaulichen Beispiele. Interessant dürfte das Buch damit vor allem für Personen sein, die geschäftlich mit der Autoindustrie zu tun haben und wissen möchten, wie es in den nächsten Jahren dort weitergeht.  

 


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